Die Geierwally (1921)

Film
Titel Die Geierwally
Produktionsland Deutschland
Originalsprache Deutsch
Erscheinungsjahr 1921
Länge 95 Minuten
Stab
Regie E. A. Dupont
Drehbuch E. A. Dupont
Produktion Henny Porten
Hanns Lippmann
Musik Bruno Schulz (Kino-Musik)
Kamera Arpad Viragh
Karl Hasselmann
Besetzung

Die Geierwally ist eine erste, deutsche Literaturverfilmung des gleichnamigen Romans von Wilhelmine von Hillern von E. A. Dupont aus dem Jahr 1921.

Handlung

Der Bärenjoseph, so genannt wegen eines Kampfes mit einem Bären, wird von Wally, einer Bauerntochter, aus einer gefährlichen Situation an einem Geiernest gerettet. Daraufhin nennt er sie ab sofort „Geierwally“. Wally verliebt sich in Joseph. Ihrem Vater, der sie mit Vinzenz verheiraten möchte, ist dies nicht recht. Außerdem sieht es so aus, als habe Joseph eine andere Geliebte. Als Wally dies erfährt, ist sie voll des Zornes und Vinzenz will ihn sogar umbringen. Es stellt sich aber heraus, dass die vermutete Geliebte Josephs uneheliche Tochter ist. So können Joseph und Wally doch noch zusammenfinden.

Produktion

Produktionsfirma war die Gloria-Film GmbH Berlin. Die Produktionsleitung übernahm Hanns Lippmann, für das Szenenbild war Paul Leni zuständig. Er hat eine Länge von 2155 Metern, ca. 95 Minuten.[1] Die Zensur fand am 15. August 1921 statt, die Uraufführung am 12. September 1921 in Berlin.

Kritik

„Dupont ist ein ausgezeichneter Regisseur. Er hat einen Blick für Feinheiten, für Genrebilder, für episodische Reize, der unter dem jüngeren Nachwuchs der Regisseure nur bei ihm ist. Seine Einfälle wirken stets, aber es bleiben eben Einfälle, die nicht in den Fluß der Handlung eingehen. Es fehlt die große Linie, die etwa Lubitsch hat; er kommandiert nicht die Schauspieler, daß sie nur Träger seiner geistigen Erlebnisse werden: vielmehr spielen sie ihre Rollen, so gut sie es können. Aber immer vermißt man die Kraft des Regisseurs, das Spiel der Steigerung der Handlung ein- und unterzuordnen. Hierzu kommt bei Dupont ein Blick für bildliche Reize, der für die Zukunft Bedeutsames erwarten läßt.“

Lichtbild-Bühne, Nr. 38, 17. September 1921[2]
  • Die Geierwally bei IMDbVorlage:IMDb/Wartung/Unnötige Verwendung von Parameter 2
  • Die Geierwally bei filmportal.de

Einzelnachweise

  1. Filmlängenrechner, Bildfrequenz: 20
  2. Kritik bei filmportal.de

Europa postlagernd (1918) | Mitternacht (1918) | Der Teufel (1918) | Die Japanerin (1919) | Das Geheimnis des Amerika-Docks (1919) | Die Apachen (1919) | Die Maske (1919) | Die Spione (1919) | Das Derby – Ein Detektivroman auf dem grünen Rasen (1919) | Der Würger der Welt (1919) | Alkohol (1920) | Das Grand Hotel Babylon (1920) | Der weiße Pfau (1920) | Whitechapel. Eine Kette von Perlen und Abenteuern (1920) | Herztrumpf (1920) | Der Mord ohne Täter (1920) | Die Geierwally (1921) | Kinder der Finsternis – 1. Der Mann aus Neapel (1921) | Kinder der Finsternis – 2. Kämpfende Welten (1922) | Sie und die Drei (1922) | Die grüne Manuela (1923) | Das alte Gesetz (1923) | Der Demütige und die Sängerin (1925) | Varieté (1925) | Lieb mich und die Welt ist mein (1926) | Moulin Rouge (1928) | Piccadilly – Nachtwelt (1929) | Atlantik (1929) | Zwei Welten (1930) | Atlantis (1930) | Menschen im Käfig (1930) | Cape Forlorn (1931) | Salto Mortale (1931) | Peter Voß, der Millionendieb (1932) | Der Läufer von Marathon (1933) | Ladies Must Love (1933) | The Bishop Misbehaves (1935) | Forgotten Faces (1936) | A Son Comes Home (1936) | Night of Mystery (1937) | On Such a Night (1937) | Love on Toast (1937) | Hell’s Kitchen (1939) | The Scarf (1951) | Problem Girls (1953) | The Neanderthal Man (1953) | Spur in der Wüste (1953) | Die Banditeninsel von Karabei (1954)

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